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"Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Wir segnen euch, die ihr vom Hause des
Herrn seid!
... denn Du... bist mir zur
Rettung geworden"
Psalm 118:26

SUKKOT – Das Gedenkfest des Auszugs

 

Biblische Grundlage

 

Sukkot ist das dritte Pilgerfest, das Gott den Israeliten im 3. Buch Mose 23, 34-43 geboten hatte. Es wird am 15. Tag des Monats Tischri (September/Oktober) gefeiert, somit einige Tage nach den Festen Rosh ha’Shana und Jom Kippur. Das Wort „sukkot“ bedeutet im Hebräischen „Zelte“ oder „Laubhütten“ und damit werden verschiedenartige kurzfristige Wohnstätten bezeichnet. 

An diesem Fest feiert man auch das Ende der herbstlichen Ernteperiode. Man dankt Gott für die Ernte und bittet ihn um Regen für die Zukunft.

Doch die wichtigste Bedeutung dieses Festes ist die, die in der Tora geschrieben steht: Man gedenkt der 40 Jahre, die unsere Vorfahren in der Wüste in Laubhütten verbracht hatten. „Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen. Wer einheimisch ist in Israel, soll in Laubhütten wohnen, dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der HERR, euer Gott“ (3. Mo. 23, 42-43) Und die Israeliten sollen sich an diesem Tag auch bewusst machen, dass der Herr, ihr Gott sich um sie sorgt, was der letzte Satz des obigen Zitats verdeutlicht.

Die Schrift sagt, dass Sukkot auch im messianischen Reich noch gefeiert werden wird, und zwar von allen Völkern ohne Ausnahme (Sacharja 14, 16). Daraus lässt sich schließen, dass das Fest auch heute aktuell ist für die Nachfolger Jeschuas aus allen Völkern.

 

Biblische Praxis

 

In der Tora sehen wir, dass eines der Gebote aufruft, eine Laubhütte zu bauen und sieben Tage in ihr zu leben. Der Herr hat auch geboten, sieben Tage fröhlich vor ihm zu sein, seinen Namen anzurufen und am ersten Tag des Festes Früchte eines schönen Baumes, Palmwedel und Zweige von Bachweiden zu pflücken. (3. Mo. 23, 40).

Am Ende des ersten Festtages zündeten die Leviten vier riesige Leuchter an, die allen Hütten Jerusalems Licht spendeten.

Der Festzug der Priester zog zur Quelle Schiloach (Siloam), um Wasser zu holen. Dieses wurde dann zum Tempel getragen und auf den bronzenen Altar gegossen, als Symbol für den Heiligen Geist, der nach dem Tod Jeschuas auf die Gläubigen ausgegossen wurde. (Apg. 2ff)

Während sie die Stufen zum Tempel hinaufstiegen, sangen die Leviten die Maalot, die Stufenpsalmen (Ps. 120-134).

Auch Jeschua feierte während seines Lebens zusammen mit seinem Volk das Fest Sukkot, da er ein gläubiger Jude war.

Nach dem Entzünden des riesigen Leuchters sagte Jeschua: „...Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Joh. 8, 12) Diese Aussage bedeutete, dass er der Messias war und die Quelle des Heiligen Geistes.

Und bei der Zeremonie des Wasserholens sagte Jeschua: „...Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen“ (Joh. 7, 37-38)

Er meinte den Heiligen Geist, den die an ihn Gläubigen bald empfangen sollten.

 

Messianische Bedeutung

 

Sukkot erinnert an den Auszug aus Ägypten und den Weg nach Kanaan (das Verheißene Land).

Das ist der Weg, den jeder Mensch geht, wenn er sich zu Gott bekehrt, den Weg durch den Messias Jeschua. Die Freude des Festes ist die Freude derer, die unter dem Schutz des Allmächtigen stehen und auf dem Weg des Glaubens das „himmlische Kanaan“, die ewige Stadt Jerusalem erreicht haben.

 

Unsere Bräuche

 

Da es heute sehr schwer ist das Gebot zu erfüllen, sieben Tage in Laubhütten zu leben, vor allem in der Diaspora (wegen dem kälteren Klima und dem Mangel an Platz für eine solche Laubhütte), bauen wir in unserer Synagoge eine Sukka, betreten sie symbolisch oder schmücken den ganzen Saal wie eine Sukka. Die Zweige für den Strauß, den man vor dem Herrn erhebt, wählen wir entsprechend der biblischen Beschreibung.

Es gibt einige rabbinische Auslegungen, warum und wofür bei dem Fest vier Arten von Pflanzen gebraucht werden.

Messianische Gläubige gehen bei der Auslegung von den Eigenschaften dieser Pflanzen aus.

Die traditionelle „Frucht vom schönen Baum“ ist der Etrog, das Symbol der Fruchtbarkeit. Diese Frucht reift zu jeder Jahreszeit und könnte auf die Frucht der Rettung hindeuten, die der Messias Jeschua durch sein Opfer gebracht hat.

Der Palmwedel zählt als Symbol des Sieges und kann für den Sieg Gottes über die Sünde stehen.

Die Myrthe ist ein Bild für die Ewigkeit und symbolisiert die Ewigkeit Gottes.

Und die Bachweide, die am Wasser wächst, zeigt die Abhängigkeit der Geretteten von Gott und seiner Güte.