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"Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Wir segnen euch, die ihr vom Hause des
Herrn seid!
... denn Du... bist mir zur
Rettung geworden"
Psalm 118:26

Schawuot, das Fest der Ernte

 

Wurde von Gott festgelegt und in der Tora, im 3. Buch Mose 23, 15-22, beschrieben.

Schawuot beginnt am 6. Tag des Monats Siwan (Mai/Juni). Dieses Fest ist das zweite Pilgerfest. Sein eigentlicher Name bedeutet aus dem Hebräischen übersetzt „Wochen“ und bezieht sich auf den siebenwöchigen Abstand zum zweiten Tag des Pessach-Festes.

Gemäß der Tradition empfing das Volk Israel an diesem Tag die Tora. Die Weisen des Volkes haben festgestellt, dass die Ereignisse am Berg Sinai 50 Tage nach dem Auszug aus Ägypten, dem zweiten Tag von Pessach, stattfanden.

3000 Jahre nach diesen Ereignissen versammelte sich in Jerusalem das ganze Volk von allen Enden der Erde. Wie einst am Berg Sinai hörten die Menschen, wie die Nachfolger Jeschuas die Worte Gottes in unterschiedlichen Sprachen predigten. Jeder Anwesende erkannte seine Sprache (Apostelgeschichte 2, 1-41).

An jenem Tag fand ein großes Ereignis der Menschheitsgeschichte statt: Gott schenkte den Heiligen Geist, der seitdem in denjenigen wohnt und wirkt, die Ihn in ihr Herz hineinlassen.

 

Traditionen des Festes

 

Die Tora beschreibt das Ritual, bei welchem zwei gesäuerte Brote vor dem Herrn geschwungen werden, als Zeichen der ersten Frucht der neuen Ernte.

Zur modernen Tradition des Festes gehört auch das Lesen des Buchs Ruth. Dieses Buch wird gerade an Schawuot gelesen, weil die dort beschriebenen Ereignisse zur Erntezeit stattfanden.

An diesem Feiertag werden die Häuser und Gemeinden mit Blumen, grünen Zweigen und Früchten geschmückt. Viele bringen Körbe mit Früchten in die Synagogen oder opfern diese Früchte den Bedürftigen.

 

Bedeutung und Symbolik des Festes

 

Indem Gott dem Volk die Tora gab, ließ er die „Zeit des Gesetzes“ beginnen, während welcher der Mensch durch Befolgung des Gesetzes vor dem ewigen Tod gerettet wurde.

Als Gott den Heiligen Geist schenkte, begann die „Zeit der Gnade“. Gott legt die Tora in die Herzen der Menschen, rettet und vergibt die Sünden durch seine Gnade.

Obwohl die erste Zeitspanne kein vollkommenes Ergebnis brachte, brachte die zweite Früchte der Gerechtigkeit.

Somit deutet das Fest Schawuot auf die große „Ernte“ hin, welche Gott heute auf der Erde einsammelt.

Die gesäuerten Brote wurden nur an Schawuot vor Gott gebracht. Das kann die Frucht symbolisieren, die der Messias brachte, als er durch sein stellvertretendes Opfer die sündige Menschheit als gereinigt vor Gott brachte.