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"Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Wir segnen euch, die ihr vom Hause des
Herrn seid!
... denn Du... bist mir zur
Rettung geworden"
Psalm 118:26

Wenn JESUS der JÜDISCHE MESSIAS IST, warum glaubt dann die Mehrheit der Juden nicht an Ihn?

Vielen könnte es seltsam vorkommen, dass relativ wenige Juden daran glauben, dass der Messias bereits da gewesen ist. Häufig kommen folgende Fragen auf: "Wenn so viele Gelehrte und Rabbiner aufpassen, ob der Messias kommt, wie konnte es dann so kommen, dass nur ihr so klug wart und ihn erkannt habt?"

 

In der Gegenwart glaubt etwa 1 Million aller Juden an Jeschua. Zwar ist das keine kleine Zahl, aber das ist weitaus nicht Mehrheit   unseres Volks. Viele sind der Meinung, dass man die "Wahrheit" an der Mehrheit der Stimmen erkennt. Es mag noch bei den Menschen, z.B. in der Politik stimmen, aber in Bezug auf Gott und seine Wahrheit zählt nicht unbedingt die Meinung der Mehrheit gleich mehr.

 

Der Prophet Jesaja sagte in der Jüdischen Schrift voraus, dass die Mehrheit des jüdischen Volks den Messias nicht anerkennen wird, wenn er zum ersten Mal kommt:

 

"Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des HERRN offenbart? Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet."(Jes.53,1-3)

 

Gott wusste und offenbarte Jesaja das, was nun auch für andere nicht schwer zu bemerken ist: die Mehrheit der Menschen will nicht die von Gott angebotene Rettung annehmen. Eben darüber schreibt Jesaja weiter:

 

"Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn." (Jes.53,6)

 

Der Messias, der unsere Sünde auf sich nahm, wird bei seinem ersten Kommen vom jüdischen Volk nicht angenommen, sondern zurückgewiesen werden. Jesajas folgende Worte sprechen eindeutig darüber:

 

"Ein Rest wird sich bekehren, ja, der Rest Jakobs, zu Gott, dem Starken." (Jes.10,21; siehe auch Jes.9,5-6)

 

Wie wir sehen, wird nur ein kleiner Rest (ra'v) des ganzen Volks zum Glauben kommen und sich bekehren (tshuva). Nur ein Rest wird sch dem allmächtigen Gott zuwenden und diese Prophetie erfüllt sich im jüdischen Volk in den Menschen, die an Jeschua glauben (dies betrifft z.B. auch mich). Im Neuen Testament erklingt dieser Gedanke wieder, wo die Lage des jüdischen Volks mit seinem Zustand zur Zeit des Propheten Elia verglichen wird:

 

"So geht es auch jetzt zu dieser Zeit, dass einige übrig geblieben sind nach der Wahl der Gnade" (Röm.11, 5)

 

Manche könnten sich wundern: "Wenn davon so eindeutig in der Schrift gesprochen wird, wie konnten dann die Rabbiner das ,verpassen'?"

Die Antwort ist simpel: Der Messias, den Gott versprochen und gesandt hat, war nicht der, auf den die Welt und die Rabbiner warteten. Sie erwarteten einen Messias, der sofort die römische Herrschaft über Israel stürzt und Israel seine ursprüngliche Herrlichkeit wiedergibt.

Doch das Ziel des ersten Kommens des Messias war, für die Sünden zu sterben. Außerdem bestand er auf die persönliche Bekehrung der religiösen Leitfiguren, anstatt die religiösen Ansichten der Rabbiner zu unterstützen. Das war nicht annehmbar und "zu viel" für die religiösen Oberhäupter. Deshalb wurde er auch abgelehnt. Obwohl es viele gab, die zu der Zeit den Messias angenommen haben, hat die Mehrheit des jüdischen Volks und der Rabbiner gemäß ihrer Vorurteile reagiert, was vorhergesagt war, und ihn nicht angenommen.

 

Doch die Propheten weissagten auch über die Zeit, in der das jüdische Volk  als Nation kollektiv zum Glauben an den Messias finden wird:

 

"Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen." (Sach.12, 10)

 

"Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden" (Ps.118, 22)

 

Eines Tages wird unser Volk an Jeschua als seinen Messias und König glauben. Heute sehen wir den "Überrest Israels", der an den Messias glaubt, über den im Voraus prophezeit wurde. Sie können auch zum Teil des "Überrestes" hinzugelangen, indem Sie Jeschua anerkennen als den Messias und den Retter unseres Volkes, der im Tenach und im Neuen Testament verkündet wird.

 

 

 

Autor: Sam Nadler

übersetzt von Olga Kharitonova